Über mich

Hätte man mich damals gefragt, ob ich jemals die Pferdewelt zu meinem beruflichen Mittelpunkt machen würde, hätte ich überzeugt mit „Nein, niemals!“ geantwortet. Obwohl ich auf unserem wunderschönen Fachwerkhof im Oberbergischen Kreis geboren und aufgewachsen und Pferde immer meine ständigen Begleiter, mein täglicher Umgang und mein größtes Hobby waren - sollten sie mein Rückzugsort bleiben, nicht mein Beruf. Daher führte mich mein Weg zunächst in die Soziale Arbeit. Ich studierte, vertiefte mich in die Arbeit mit Menschen und versuchte, meinen Platz im klassischen Arbeitsleben zu finden. Doch wie es das Schicksal so will: Das Herz lässt sich nicht dauerhaft umleiten.
Heute, fünf Jahre später, stehe ich an einem Punkt, den ich mir so nie erträumt hätte: Ich habe den Hof meiner Eltern übernommen. Was als familiäre Übergabe begann, habe ich mit viel Herzblut und eigenen Ideen umgebaut und zu einem Ort für Einsteller und ihre Pferde gemacht.
Ein ganz besonderes Pferd war es schließlich, das meine Weltanschauung und meinen Weg mit den Pferden auf den Kopf stellte. Durch ihn entdeckte ich meine tiefe Leidenschaft für die iberischen Pferde und vor allem für die sogenannten „Problempferde“. Ich lernte, dass hinter jedem Widerstand eine Ursache steckt – und dass man oft ganz unten anfangen muss, um das Ganze zu verstehen.
Für mich ist die Arbeit mit Pferden kein loses Aneinanderreihen von Übungen. Es ist das komplexe Zusammenspiel aus Anatomie, Bewegung, Hufgesundheit und physischer sowie psychischer Balance. Ein Pferd kann mental nur dann in Balance sein, wenn sein Körper frei von Schmerz und Einschränkungen ist.
Um dieses Verständnis auf ein professionelles Fundament zu stellen, habe ich mich konsequent weitergebildet:
-
Hufpflege: Weil jede gesunde Bewegung am Boden beginnt.
-
Pferdeosteopathie: Um den Körper als funktionelle Einheit zu begreifen und Bewegungsmuster zu erkennen und zu verändern
-
Reittrainerin (in Ausbildung seit Herbst 2024): Um das Wissen über Gesundheit und Biomechanik direkt in die tägliche Arbeit unter dem Sattel zu transferieren und um anderen Pferde-Mensch- Teams bei ihrer Reise zu unterstützen
Heute vereine ich die Hufpflege, die Osteopathie und mein Leben auf dem Hof zu einem ganzheitlichen Konzept. Meine Arbeit ist geprägt von dem Wunsch, Pferden zu helfen, die in kein Raster passen, und Reitern Wege aufzuzeigen, die auf Verständnis statt auf Druck basieren.
Wie sich meine Reise weiterentwickelt und wie die Bereiche Hof, Handwerk und Training in Zukunft noch enger zusammenwachsen, wird die Zeit zeigen. Eines weiß ich jedoch heute sicher: Mein „Nein, niemals“ von damals war der Startschuss für meine größte Leidenschaft.












